Vorschläge für abwechslungsreiche
Insel-Rundfahrten
Insel Upolu.
1) Von Apia aus geht es an der Nordküste entlang
in Richtung Osten durch malerische Dörfer. Teilweise
ist hier durch Vulkanausbrüche vergangener Zeiten die Lagune bis zum Riff
mit Lava aufgefüllt, so daß
sich die Wellen direkt am Strand brechen. Nach etwa 20 Kilometern erreicht
man Piula Theological Colle-
ge, wo vor einigen Jahren der ZDF-Dreiteiler "Flucht ins Paradies" gedreht
wurde. Unter der Kirche, direkt
am Meer, liegt eine Höhle und ein kleiner Teich mit Süßwasser (Piula Cave
Pool). Der weitere Weg führt
über den 600 Meter hohen Le Mafa Pass mit atemberaubenden Ausblicken
auf Küste und das Tal des
Falefa-Flusses. Zwei Wasserfälle, in Falefa und Sopoaga,
lohnen einen Stopp.
Nach dem Überqueren des Passes geht es weiter nach Lalomanu im District
Aleipata, wo man am wohl
schönsten Strand der Insel Schnorcheln und Baden kann. Kristallklares Wasser,
bunte Korallen (nicht
berühren!) und viele farbenprächtige Fische machen den Besuch unvergeßlich.
Ein Muß für jeden Samoa-
Aufenthalt.
2) Von Apia aus nach Süden über die Cross Island
Road mit Stopp am Ausblick auf den etwa 120 Meter
hohen Papapapaiuta Wasserfall. Nach etwa 20 km Fahrt durch schattige
Plantagen erreicht man Siumu,
wo man nach links in Richtung O le pupu-Nationalpark zu den Togitogiga
Falls abbiegt. Von der Haupt-
strasse geht es über eine Wiese und dann ein Stück unbefestigte Straße zum
Parkplatz. Ein fünfminütiger
Fußmarsch führt zu den Fällen mit zwei Stufen.
Im natürlichen Pool unter den Fällen kann man baden, mit etwas Geschick auch
von der Seite her hinter
den Wasserfall schwimmen und sich von den donnernden Fluten den Rücken massieren
lassen. Ganz
Wagemutige springen neben dem Fall ins tiefe Wasser (ca. 3 Meter). Auf der
Rückfahrt kann man schließ-
lich über Siumu weiter an der Südküste entlang fahren, unterwegs die
Mangroven Sümpfe anschauen
oder im Kanu erkunden. In Matareva Beach (vor Lefaga) lohnt dann der
Aufenthalt zum Baden und Schnor-
cheln.
Insel Savaii:
3) Am besten, man unternimmt eine Rundfahrt um die ganze
Insel (2 Tage). Von der Fähre in Salelologa
aus führt die Strecke nach nach links in Richtung Süden zu den Taga
Blowholes. Das Meerwasser wird
dort von unten durch Löcher im Lavagestein zu bis zu 60 Meter hohen, gischtenden
Fontänen hoch ge-
presst. Wenn man den richtigen Zeitpiunkt abwartet und eine Kokosnussschale
in das Loch wirft, kann
man beobachten, wie diese dann wieder mit Urgewalt in die Luft geschleudert
wird. Aber Vorsicht, dass
Sie nicht selbst hineinfallen...
Weiter zur Halbinsel Falealupo an der Ostseite Savaiis. Neben Höhlen
und den Zeugnissen alter samoani-
scher Besiedlung gibt es dort ein kleines Naturreservat, wo man auf einer
sicheren, festen Treppe dirkt am
Baum einen der Urwaldriesen erklettern kann. Zuvor geht es über eine
Seil-Hängebrücke in etwa 20 m
Höhe von einem Baum zum anderen ("Canopy Walk"). Von hier aus sollte man weiter
an die Nordküste der
Insel, durch riesige, oft noch unberührte Wälder nach Manase fahren (Übernachtung
im Tanu's Beach Fales
oder Jane's Beach Fales). Am nächsten Tag zurück nach Salelologa, mit
Stopp in Mauga - einem Dorf mit-
ten im Vulkankrater und in den Lavafeldern des letzten großen Ausbruchs (1905
- 1911).
Nachtleben:
Apia bietet neben guten Restaurants, einige Nightclubs und schöne und
abwechslungsreiche Showpro-
gramme, die man vorwiegend in den beiden großen Hotels der Stadt bewundern
kann. Samoanische
Tänze und Lieder werden hier in einem spektakulären und immer auch vergnüglichen
Programm gezeigt.
Im Hotel Kitano Tusitala erwartet den nächtlichen Besucher schließlich
Cindy – Samoas bekannteste
Transvestitin mit ihrer eigenen perfekten Night-Show.
Die "Nightclubs" bieten Musik und Tanz, entweder als Disco, oder in der zweiten
Wochenhälfte auch als
Live-Musik von oft erstaunlich guter Qualität. Sehr empfehlenswert sind das
RSA, in der Nähe des Uhren-
turms, und Beggars Bar, neben dem Hotel Kitano Tusitala. Für die
die jungen Samoaner ist das Deja Vu
absolut 'in', die etwas Älteren treffen sich lieber im I Spy – direkt
darüber.
Gäste jeden Alters – auch 80jährige – sind gerne und oft in den Nightclubs
zu sehen, Oldie-Hits aus den
70er Jahren bis zum brandaktuellen Sound wird in allen Clubs geboten – bis
Mitternacht. Dann ist Sperr-
stunde, die Musik hört jäh auf, die Lichter gehen an und die Polizei
erscheint.
Samoas Nachtleben ist halt nett, aber nichts für Ballermann-Freaks...
Ausflüge und Kurztrips:
Samoa kennt keinen Massentourismus, hat keine großen Hotelburgen
und keine wirklich entwickelte touristische Infrastruktur. Das ist einer-
seits der Reiz dieses Reiseziels, andererseits muss man sich darauf
einrichten, außerhalb Apias kaum ein Restaurant, geschweige denn
eine Kneipe oder ein Cafe vorzufinden. Statt Strandcafes und Restau-
rants gibt es fast überall die kleinen Dorfläden, in denen man kalte Ge-
tränke, Kekse und Snacks bekommt, aber keine Sonnencreme, Bade-
tücher oder Souvenirs ...
Die Strände sind schön und leer, statt Liegen und Sonnenschirme gibt
es kleine samoanische Häuschen für zehn Mark pro Tag, in denen man
Schatten findet. Sogar übernachten kann man dort, bekommt Matratze,
Bettzeug und Moskitonetz (ca. DM 30). Urlaub in Samoa hat immer noch
ein bißchen was von Abenteuer, ohne aber irgendwie gefährlich zu sein.
Wer das mag, ziehe auf eigene Faust per Mietwagen oder Bus los. Na-
türlich werden auch interessante organisierte Touren im Kleinbus ange-
boten.
Inselfahrten:
Das Straßennetz ist klein, aber in akzeptablem Zustand, vor allem
auf
Savaii. Defensive Fahrweise und nicht schneller als 60 km/h zu fahren
ist dringend angeraten. Samoanische Strassen sind immer für eine
Überraschung gut, sei es ein tiefes Schlagloch, ein Schwein auf der
Fahrbahn oder ein LKW ohne Rück- und Bremslichter.
Achtung: Das Tankstellennetz ist ausgesprochen dünn, in Upolu nur in
Apia, und auf dem Weg zum Flughafen, in Savaii nur in Salelologa, Asau
und Manase. Fahren Sie also immer mit vollem Tank los!